Unsere Ethik
Ich habe mich mit der Annahme meiner Aufgabe einigen Spielregeln verpflichtet. Diese
Tugenden helfen mir, meiner Aufgabe, Diener der Schöpfung zu sein gerecht zu werden.
Mitakuje ojasin.
Alles ist verwandt. Mit mir.

Alles ist Teil des Einen Großen Ganzen.
Was ich einem anderen antue, tue ich mir an. Was ich mir antue, den anderen. Im Guten wie im Schlechten.
Dies sagt eigentlich alles. Oder ich zerpflücke es in ein paar Anhaltspunkte:
Wertschätzung & Respekt
Ich sehe Dich – und mich.
Ich beurteile keine Form des Lebens.
Ich gebe und nehme, wenn ich darf.
Ich gehe einen Weg mit Herz.
Mein Herz ist mein bester Ratgeber.
Ich handle nicht gegen mein Gefühl.
Verantwortung
für mein Handeln in allen Realitäten.
Ich bin Ursache und bedenke die Wirkung.
Authentizität
Ich übe mich jeden Moment „Sei Du selber!“
Ich lebe mich.
Bescheidenheit
Ich bin Mensch.
Nicht mehr, nicht weniger.
Ich erwarte von mir das Mögliche.
Ein „Heiler“ ist ein gefühlvoller, überzeugender Mensch. Er ist wahrhaftig und in seiner Arbeit ernsthaft, er ist authentisch.
Das bedeutet für mich: weder muß noch kann ich so tun, als sei ich eine Sioux. Ich bin eine Mittelfränkin, die neben vielen guten Dingen auch die Ehre erfahren hat, Heilmethoden der Lakota kennen zu lernen. Ich bemühe mich darum, nichts meiner selbst zu verleugnen und nichts dazu zu dichten.
Authentisch zu sein, heißt auch, daß man nicht versuchen muß, ein "Heiliger" - im christlichen Sinne - zu sein - das ist er nicht. Und nach welcher Moral gewertet? Er muß ganz er selber sein, immer zum Besten bemüht, nicht vollkommen. Aber vollkommener dem Wachstum gewidmet.
Kein Mensch hat das Problem der Schwäche, wenn er authentisch ist!
Denn er handelt dann aus bestem Wissen und Gewissen seinem Herz folgend. Sicher wird er mit den Jahren an Erfahrung wachsen, in der Zwischenzeit ist seine Arbeit aber nicht "schlechter", denn er handelt mit ganzer Kraft.
Ein wahrer Heiler sagt offen heraus, wenn die Arbeit, die ansteht, von ihm nicht bewerkstelligt werden kann. Sie mag für ihn moralisch nicht vertretbar sein (beispielsweise ein "Liebeszauber") oder sie übersteigt seine Kräfte. Einen weiteren Klienten nach einem langen Tag, vertröstet er auf einen Zeitpunkt nach der Regeneration. Für eine Arbeit, die er nicht beherrscht weiß, vermittelt er vielleicht an einen Kollegen. Dies alles beweist wahre Größe.
Er verstößt dabei nicht gegen das Gebot, daß er jedem, der ihn darum bittet helfen muß. Aber er wird nicht wider besseren Wissen das Unmögliche versuchen.