Spiritualität, Natur und Junge Menschen


erziehung in der natur Das Herz eines Menschen, der sich der Natur entfremdet, wird hart...
Deshalb war der Einfluß der Natur, die jungen Menschen feinfühlig zu machen, ein wichtiger Bestandteil ihrer Erziehung.
Luther Standing Bear (Dakota)

Kinder in der Natur

Kinder sehen die Welt noch mit offenen Augen und Herzen. Sie nehmen sie vielleicht viel mehr wa(h)r, als wir Erwachsene. Wenn wir in uns lauschen, fallen uns vielleicht auch wieder Geschichten ein, wie wir die Welt in unseren Kindertagen gesehen haben. Aber diese Sinne und vor allem das Reden darüber wurde uns in unserer Kultur aberzogen.

Ich selber hatte das Glück, daß mir, als ich klein war, ein katholischer Priester - vielleicht ausversehen - das Schamanische Reisen beigebracht hatte. Der Kontakt mit meinem Krafttier hat mir geholfen, Selbstbewußtsein und Tugenden wie Wertschätzung und Achtung aufzubauen, als mir meine Umwelt dies nicht bot. Hier wurde ich tatsächlich auf das Erwachsensein vorbereitet.

Als Teenager stehen die Jungen Menschen auf der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsensein. Luther Standing Bear sagte dazu:
"Die alten Dakota (Sioux-Indianer) waren weise. Sie wußten, daß das Herz eines Menschen, der sich der Natur entfremdet, hart wird. Sie wußten daß mangelnde Ehrfurcht vor allem Lebendigen und allem, was da wächst, bald auch die Ehrfurcht vor dem Menschen absterben läßt. Deshalb war der Einfluß der Natur, die jungen Menschen feinfühlig zu machen, ein wichtiger Bestandteil ihrer Erziehung."

Die Natur ist eine liebevolle und absolut konsequente Lehrerin. Sie lehrt uns u.a. Selbstverantwortung, Achtsamkeit und Mitgefühl.
  • Wahres Selbst-Bewußtsein: ich habe mich, meine Schwächen aber auch meine Stärken kennen gelernt.
    Ich weiß, wer ich bin - und wer ich nicht bin oder sein will.
  • Niemand ist daran schuld, wenn meine Schuhe naß werden, weil ich sie draußen vor dem Zelt stehen lassen habe.
    Egal ob aus mangelnder Aufmerksamkeit oder aus Faulheit. Nun muß ich selber damit klar kommen, daß Regen oder Tau sie haben naß werden lassen...
  • Mitakuje ojasin - ich bin mit allem verwandt!
    Ich habe selber Hilfe in der Not empfangen, beispielsweise als die Sonne mir die naßkalten Füße wieder aufwärmte (oder mir jemand seine letzten trockenen Strümpfe auslieh). Ich werde bei der nächsten Gelegenheit, wenn ich mal "stärker" bin und ich jemanden in einer schwächeren Position helfen kann, meine Großzügigkeit beweisen.
    Ich kann zu gut nachfühlen, wie es ihm geht!
  • Mitakuje ojasin - ich bin mit allem verwandt!
    Auch mit den Pflanzen und Tieren. Wenn ich sie (oder auch die Menschen) meiner Welt einmal persönlich kennengelernt habe, werde ich besser auf sie achten. Das Reh ist nicht mehr abstrakt, sondern war einmal ein Begleiter an einem schönen Abend. Ich werde darauf achten, daß ihm nicht unnötig geschadet wird. Schon gar nicht durch mich selber!
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